Hinterm Plissee komfortabel umkleiden

Immer wenn wir ein neues Schwimmbad für uns entdecken und es zum ersten Mal ausprobieren, sind wir auf eines besonders gespannt: auf das System der Umkleidekabinen. Damit haben wir nämlich schon die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Nicht nur was Anzahl, Größe und Sauberkeit anbelangt, sondern auch wie einfach oder kompliziert es ist, dort hinein und auch wieder hinaus zu gelangen.
Heutzutage sind die Umkleidekabinen in den Stadtbädern und Hallenbädern meist ein Labyrinth aus so genannten Durchlaufkabinen oder Durchgangskabinen. D. h.: Sie haben jeweils 2 Türen, wovon man die enge Kabine durch die eine mit Straßenbekleidung betritt und durch die andere die Kabine mit Badebekleidung verlässt. Danach erst sucht man sich ein Schließfach oder Spint, in dem man seine 7 Sachen verstauen kann, passiert die Duschen und gelangt dann endlich in den Schwimmhallenbereich. Dasselbe Theater geht in umgekehrter Reihenfolge dann wieder beim Verlassen der Schwimmhalle los. Ganz schön anstrengend und auch zeitaufwändig, denn wenn man jeweils fürs An- und Auskleiden eine Viertelstunde benötigt, ist schon eine halbe Stunde vom bezahlten Badespaß verloren.
Früher war das alles viel einfacher. Da gab es getrennt nach Männlein und Weiblein einen großen Umkleideraum, in dem man seine Sachen an einen Haken hängen oder in einen Spint schließen konnte. Im Höchstfall waren einzelne Bereiche durch eine Lamelle abgetrennt. Man brauchte weder Pfand noch irgendwelche Chips oder Schlüssel mit sich rumzuschleppen, bei deren Verlust man auch noch zur Kasse gebeten werden kann. In einigen Schwimmbädern gibt es solche Gemeinschaftskabinen noch, die wir als Verein hin und wieder auch nutzen dürfen. Dann gibt es immer ein großes Plus auf der Auswertungstabelle unserer Schwimmhallenstatistik.
In so genannten Wellnessbädern hat man schon erkannt, dass auch das Umziehen angenehm gestaltet werden sollte. Hier gibt es größere Umkleidekabinen, sogar mit Fenster und Plissee zum Sichtschutz, bequeme Sitzmöglichkeiten und genügend Haken und Kleiderbügel für die Kleidung. Dafür sind wir auch gerne mal bereit, 1 Euro mehr an Eintritt zu bezahlen.